Melanie Armbruster – Integrativer Kindergarten

Melanie Armbruster

Seit seiner Gründung im Jahr 1996 verfolgt der Kindergarten Sternschnuppe in Hausach im Kinzigtal den pädagogischen Ansatz der Inklusion. Dabei werden Kinder mit Handicap, sei es körperlicher oder geistiger Art, in den normalen Kindergartenalltag integriert. Im gemeinsamen Spiel und Miteinander lernen die Kinder, was Sozialkompetenz bedeutet.

In dem vom DRK-Kreisverband Wolfach getragenen Kindergarten Sternschnuppe werden zur Zeit 88 Kinder betreut, darunter fünf Kinder mit Förderbedarf. Obwohl für sie speziell ausgebildete Betreuerinnen bereitstehen, merkt man ihnen ihre Behinderung auf den ersten Blick kaum an, da die Kinder mit Handicap auf mehrere Gruppen verteilt und in diesen sehr gut integriert sind.

Melanie Armbruster, 42 Jahre, leitet den integrativen Kindergarten in Hausach, der bereits öfters als „Vorbildkindergarten“ in der Presse behandelt wurde. Nicht nur die Kinder lernen den sozialen Umgang untereinander, auch die Erzieherinnen profitieren von dem pädagogischen Prinzip der Inklusion und dem daraus resultierenden offenen und toleranten Miteinander. Was die Gefühlswelt anderer anbelangt wird man sensibilisiert, so Melanie Armbruster.

Da der Kindergarten von Anfang an als Ganztageseinrichtung mit Verpflegung konzipiert war, war man auf die gesellschaftlichen Anforderungen der letzten Jahre gut vorbereitet. Der Tatsache, dass Eltern ab dem 01. August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz haben, sieht amn gelassen entgegen: mit seinen drei Kindergärten ist Hausach im Kinzigtal prima aufgestellt.

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Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 01. August 2013 um 00:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Integrativer Kindergarten abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Vielen Dank für das schöne Interview mit Melanie. Das Thema Inklusion beschäftigt uns noch viel zu wenig, zumal die Inklusion von Kindern ja auch im JRK, beim Schulsanitätsdienst und anderen Aufgaben eine Rolle spielt – umso schöner, dass der Kreisverband Wolfach sich hier so früh engagiert hat. Das liegt an den engagierten Kolleg_innen dort! Und an der Weitsicht der Geschäftsführung. Ich hatte das große Glück, den DRK-Kindergarten in Hausach in einem tollen Projekt begleiten zu können – die Übertragung der Rotkreuzgrundsätze in die pädagogische Arbeit. Das war super und zeigte mir die große Identifikation mit der Rotkreuzidee. Tolle Mitarbeiter_innen, tolle Einrichtung. Dankeschön.

    Comment: Andreas Formella – 01. August 2013 @ 09:40

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