Anita Reuter – Demenz

Demenz ist eine Krankheit, die in einer immer älter werdenden Gesellschaft mehr und mehr um sich greift. Um die Angehörigen von Demenzkranken zu entlasten und um die Kranken optimal zu fördern und zu betreuen, hat Anita Reuter (55) vom DRK-Kreisverband Kehl das Café Vergissmeinnicht gegründet. In regelmäßigen Abständen werden dort Demenzkranke betreut, die im Café jedoch die Bezeichnung Gäste tragen. Anfangs gibt es hin und wieder Vorbehalte, Angehörige verheimlichen die Krankheit und wollen ihre kranken Angehörigen nicht aus der Hand geben.

„Dabei ist es sehr wichtig, dass man fremde Hilfe in Anspruch nimmt“, betont Anita Reuter. Im Café Vergissmeinnicht wird ganz individuell auf die Bedürfnisse der Kranken eingegangen, dem früheren Gärtner werden Gärten gezeigt, mit dem ehemaligen Bauingenieur spazieren die Helfer an Baustellen vorbei. „Das hat den Vorteil, dass die Menschen ausgeglichener, ruhiger und zufriedener werden“, erzählt Anita Reuter. Ein Betreuer kümmert sich um zwei Kranke, die personalintensive Arbeit ist jedoch notwendig.

Die Demenz treibt teils sonderbare Blüten, manchmal vergessen die Menschen beim Essen sogar das Kauen. Vor allem die Angehörigen bringt das in Schwierigkeiten, sie belehren häufig und machen damit alles schlimmer. Aus diesem Grund schult Anita Reuter auch die Angehörigen und gibt wertvolle Ratschläge im Umgang mit der Krankheit.

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Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 01. Februar 2012 um 00:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Demenz abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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© Sebastian Hautli