Uli Leonhardt – Humanitäres Völkerrecht

Uli Leonhardt kümmert sich beim Badischen Roten Kreuz um ein Thema, das in Deutschland mittlerweile nur noch wenig Bedeutung hat, international jedoch mehr denn je: das Humanitäre Völkerrecht, auch Kriegsvölkerrecht genannt. Dabei geht es unter anderem um die Genfer Konventionen, ein weltweit geltendes Abkommen darüber, dass Menschenrechte auch in Kriegen eingehalten werden müssen. Der 37-Jährige Diplom-Pädagoge besucht Schulen, um den Schülern das Humanitäre Völkerrecht näher zu bringen. Über eine große Schwierigkeit wird in beinahe jeder Unterrichtseinheit diskutiert: die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Denn gerade die Vereinigten Staaten von Amerika haben die Genfer Konventionen und damit die Menschenrechte in Folterverhören in Abu Ghuraib und Guantanamo sträflich missachtet. „Bei Schülern löst das natürlich Zweifel und Skepsis an den internationalen Abkommen hervor“, erzählt Leonhardt.

Dennoch stellen Völkerrechtler immer wieder fest, dass mit den internationalen Standards die Kriege weniger grausam geführt werden. Das Fazit am Ende langer Diskussionen in Schulklassen ist dann auch: Gut, dass es die Genfer Konventionen gibt.

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Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 01. Januar 2012 um 00:01 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Allgemein, Humanitäres Völkerrecht abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Wir sind so froh im Badischen Roten Kreuz, dass sich Uli so intensiv für uns mit dem Thema HVR auseinander setzt. Seine Arbeit ist sehr wichtig für uns. Denn noch immer, muss man leider sagen, hat das Thema noch nicht den Stellenwert, den es verdient. Immerhin ist HVR (und die Verbreitungsarbeit) eine unserer Weltkernaufgaben als Organisation. Und dass das Thema garnicht so sperrig ist, sondern hochaktuell und total spannend, können wir ja im Interview mit Uli ganz gut hören. Super Geschichte! Wir wünschen uns, dass Uli Leonhardt noch ganz oft angefragt wird …

    Comment: Andreas Formella – 03. Januar 2012 @ 14:02

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