Jochen Glaeser – Landesverband Badisches Rotes Kreuz (letztes Interview dieser Serie)

Sonntag, 01. Dezember 2013 von Sebastian Hautli

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Jochen Glaeser wurde bereits während seines Jurastudiums als DRK-Fördermitglied geworben. Seit 1996 bekleidet der mittlerweile 70-Jährige das Amt des Präsidenten des Landesverbandes des Badisches Rotes Kreuz. Sein Engagement fürs DRK nahm er parallel zu seiner langjährigen politischen Karriere als Landrat im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald wahr. Personen des öffentlichen Lebens, meint Jochen Glaeser, sollten sich für ein Ehrenamt engagieren.

Die Schnittstellen zwischen Kommunalpolitik und der Tätigkeit des DRK beziehen sich nicht nur auf das soziale Aufgabenfeld. Auch der Umgang mit einzelnen Mechanismen des politischen Alltags sind ihm beim DRK von Nutzen. So hat es sich Glaeser zur Gewohnheit gemacht, stets auf dem aktuellen Informationsstand zu sein und seinen Gesprächspartnern immer sachlich und fair zu begegnen. Diese Haltung fördere eine Gesprächsatmosphäre, in welcher auch problematische Themen angegangen werden könnten.

Konfliktpotenzial beim DRK sieht der Präsident vor allem in dem zuweilen vorurteilsbehafteten Zusammenwirken von Ehrenamt und Hauptamt. Da helfe es laut Jochen Glaeser, Probleme offen anzusprechen, Rollenverteilungen zu definieren und den Grundgedanken des Roten Kreuzes – Notleidende zu unterstützen – zu fördern.

Nach 150 Jahren Deutsches Rotes Kreuz stellt es sich zudem immer wieder als herausfordernd dar, das Ehrenamt attraktiv zu halten. In zahlreichen Bereichen wie unter anderem dem Jugendrotkreuz gelingt dieses Unterfangen vorbildlich. Mithilfe von Freizeiten und Veranstaltungen wird die Kameradschaft untereinander gestärkt und der Verband für Kinder und Jugendliche zum Anziehungspunkt.

Neben den Herausforderungen innerhalb des Landesverbands liegt Jochen Glaeser vor allem der internationale Katastrophenschutz am Herzen. Über Nationalitäten und Grenzen hinweg zu helfen, gehe auf den Ursprungsgedanken des Roten Kreuzes in der Zeit von Gründer Henry Dunant zurück.

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Melanie Mühlhäuser – Besuchshunde

Dienstag, 01. Oktober 2013 von Sebastian Hautli

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19 Teams – jeweils bestehend aus Hund und Herrchen bzw. Frauchen – besuchen derzeit verschiedene Senioreneinrichtungen im Landkreis Lörrach. 18 weitere Teams schließen gerade die Ausbildung im Projekt „Besuchshunde“ ab und brennen darauf, ebenfalls Senioren- und Pflegeheime anzusteuern, um den älteren Bewohnern der Einrichtungen Freude zu bereiten und Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.

Entwickelt wurde das Besuchshundekonzept von Melanie Mühlhäuser. Die in der Rettungshundestaffel des DRK Kreisverbandes Lörrach engagierte Besitzerin Wenzels, einer Tiroler Bracke, fühlt sich zu der älteren Generation hingezogen, will den Senioren Respekt zollen und Dankbarkeit entgegenbringen. Gemeinsam mit ihrem Hund Wenzel stattet sie Senioreneinrichtungen in regelmäßigen Abständen Besuche ab.

Mittlerweile haben sich gleich gesinnte Hundebesitzer gefunden, die den Senioren in acht Einrichtungen des Landkreises in Kennenlern-, Futter-, Kuschelrunden oder Einzelbesuchen Freude machen. Die in einem Ausbildungsprogramm trainierten Besuchshunde sind nicht nur eine großartige Abwechslung für die älteren Heimbewohner, sondern können durchaus auch therapeutische Effekte vorweisen. Zwar arbeiten die Mensch-Hund-Teams nach dem Konzept von Melanie Mühlhäuser  ohne konkrete Therapieziele, doch zeigen Erlebnisse, bei denen sich beispielsweise Demenzkranke an den Namen des Besuchshundes erinnern konnten, die positive Wirkung der Vierbeiner auf den Menschen.

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Virginia Wenz – Projekt zu Zivilcourage

Sonntag, 01. September 2013 von Sebastian Hautli

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Virginia Wenz absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Freiburger Tumorbiologie. Anlässlich der FSJ-Seminartage nahm die 20-Jährige an einem Projekt zum Thema Zivilcourage teil. „Weggeschaut ist mitgemacht“ nennt sich das Sozialexperiment, bei welchem die Jugendlichen und jungen Erwachsenen eindrucksvolle Erkenntnisse in punkto Zivilcourage in unserer Gesellschaft gewannen.

Belästigungen in der Öffentlichkeit sind keine Seltenheit. Genau hier setzte die Projektgruppe an und entwarf in einem Zugabteil der Regionalbahnstrecke zwischen Freiburg und Offenburg ein realistisches Szenario: Die Seminargruppe des Badischen Roten Kreuzes stellte unter Aufsicht eines in zivil gekleideten Polizisten in einem Vierer-Abteil des Zuges eine typische Belästigungs-Situation nach. Ein schüchternes junges Mädchen wird von einem jungen Mann bedrängt; sie weicht körperlich zurück, wehrt sich verbal und bittet schließlich andere Fahrgäste um Hilfe. Die Akteure, beide FSJler, haben Handlungen und Dialoge zuvor abgesprochen und miteinander einstudiert.

Wie reagieren die übrigen Fahrgäste? Ernüchternd und bemerkenswert zugleich, empfand Virginia Wenz die Resultate des Projektes. Sie schildert im Interview die einzelnen Verhaltensweisen der Mitfahrenden und zieht Schlussfolgerungen aus den durch das Projekt gewonnenen Erfahrungen.

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Melanie Armbruster – Integrativer Kindergarten

Donnerstag, 01. August 2013 von Sebastian Hautli

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Seit seiner Gründung im Jahr 1996 verfolgt der Kindergarten Sternschnuppe in Hausach im Kinzigtal den pädagogischen Ansatz der Inklusion. Dabei werden Kinder mit Handicap, sei es körperlicher oder geistiger Art, in den normalen Kindergartenalltag integriert. Im gemeinsamen Spiel und Miteinander lernen die Kinder, was Sozialkompetenz bedeutet.

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Andreas Formella – Öffentlichkeitsarbeit

Montag, 01. Juli 2013 von Sebastian Hautli

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Im kommenden Herbst feiert das Deutsche Rote Kreuz zusammen mit dem Internationalen Roten Kreuz sein 150jähriges Bestehen. Auch im Verbandsgebiet des Badischen Roten Kreuzes wird dieses Jubiläum feierlich inszeniert.

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Olga Litzinger – Pflegedienst Kehl

Mittwoch, 01. Mai 2013 von Sebastian Hautli

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Olga Litzinger kommt gebürtig aus Russland und arbeitet bei der Sozialstation Kehl. Ihre Muttersprache erwies sich in ihrer täglichen Arbeit schon des Öfteren als nützlich. Beim mobilen Pflegedienst des DRK betreut man nämlich unter anderem auch ausschließlich russisch sprechende Pflegebedürftige.

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Sören Hildebrand – Badisches Jugendrotkreuz

Montag, 01. April 2013 von Sebastian Hautli

Sören Hildebrand

Seit 14 Jahren ist Sören Hildebrand Mitglied beim Deutschen Roten Kreuz. Als Jugendleiter steht er dem Badischen Jugendrotkreuz vor, dem eigenständigen Jugendverband des DRK.  Dem 24-Jährigen ist es wichtig, soziales Engagement und gesellschaftliche Verantwortung zu zeigen.

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Kira Mallick-Kiefer – Psychosoziale Notfallversorgung Offenburg

Freitag, 01. März 2013 von Sebastian Hautli
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Sie kommen zum Einsatz, wenn sich Menschen in Extremsituationen befinden oder mit Schicksalsschlägen konfrontiert sind. Die Kriseninterventionshelfer der Psychosozialen Notfallversorgung Offenburg betreuen Betroffene und deren Angehörigen nach Unfällen.

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Karin Ihli – DRK Kreisverband Baden-Baden

Freitag, 01. Februar 2013 von Sebastian Hautli

Karin Ihli

Seit 22 Jahren arbeitet Karin Ihli beim Deutschen Roten Kreuz. Die Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Baden-Baden schätzt vor allen Dingen die Vielfalt ihrer Tätigkeit.

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Ilona Kahles – Kleiderkammer Gaggenau

Dienstag, 01. Januar 2013 von Sebastian Hautli

Ilona Kahles

Auf Winterkleidung möchte man bei eisigen Temperaturen nicht verzichten. Ilona Kahles sorgt mit weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern dafür, dass bedürftige Menschen mit wärmender Kleidung versorgt werden.

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Florian Retsch – Feuerwehr Oberkirch

Samstag, 01. Dezember 2012 von Sebastian Hautli

Florian Retsch

Der Beruf des Feuerwehrmannes ist nach wie vor hoch angesehen und spielt in Berufsrankings in der oberen Liga. Um diesem faszinierenden Berufsbild ein wenig näher zu kommen, eignet sich ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Feuerwehr.

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Eline Meyer – Freiwilliges Soziales Jahr

Donnerstag, 01. November 2012 von Sebastian Hautli

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Ursprünglich wollte Eline Meyer Fotografie in Berlin studieren, doch ein Freiwilliges Soziales Jahr im Parkstift Hahnhof in Baden-Baden wirbelte ihre Pläne gehörig durcheinander. Die heute 20jährige hat sich nach ihrem prägenden und ereignisreichen Jahr in der Seniorenwohnanlage entschlossen, ihre berufliche Zukunft in der Arbeit mit älteren Menschen zu suchen.

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Horst Neuendorf – DRK Ortsverein Gaggenau

Montag, 01. Oktober 2012 von Sebastian Hautli

Horst Neuendorf

Seit 2006 ist Horst Neuendorf der Vorsitzende des DRK Ortsvereins Gaggenau. Dieser hat seit geraumer Zeit mit einem Schwund der Fördermitgliedszahlen zu kämpfen. Im Einzugsgebiet Gaggenau leben etwa 20000 Einwohner, von denen vor einigen Jahren 1700 – auf dem Höchststand sogar 2000 – Bürger den Ortsverein finanziell unterstützten.

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Caroline Denzlinger und Charly Bascou – FSJ

Samstag, 01. September 2012 von Sebastian Hautli

Caroline Denzlinger

Caroline Denzlinger (24) wurde in München geboren, wuchs in Stuttgart auf und studierte in Montpellier Psychologie. Besonders gut gefällt es ihr aber in der Ortenau, wo sie in der Reha-Werkstatt Offenburg ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Sie genießt ihr FSJ und ihre Arbeit mit psychisch kranken Menschen, obgleich ihre Pläne nach dem Studium eigentlich anders aussahen.

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Simone Carl – Servicestelle Ehrenamt

Mittwoch, 01. August 2012 von Sebastian Hautli

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Simone Carl leitet die Servicestelle Ehrenamt des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Emmendingen. Gemeinsam mit zwei Teilzeit-Angestellten entwirft sie unter anderem Konzepte zur Mitgliedergewinnung. Da jeder Ortsverband auf seine eigene Geschichte und Tradition zurückblickt, müssen diese Konzepte individuell entwickelt und auf die speziellen Belange der Verbände zugeschnitten werden.

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