Donum Vitae – das Geschenk des Lebens. So nennt sich ein von katholischen Christen gegründeter Verein, der schwangeren Frauen eine Anlaufstelle bietet. Denn nicht jede Frau vermag es, ihre Schwangerschaft in einem positiven Licht zu sehen. Nicht selten sind Schwangerschaften mit massiven inneren Konflikten verbunden.
Genau hier setzt die Schwangerschaftskonfliktberatung Donum Vitae an. Seit zehn Jahren berät Elisabeth Baumstark-Biehl in ihrer Funktion als Sozialarbeiterin für Donum Vitae Freiburg schwangere Frauen, werdende Väter und Paare zu Fragen der Schwangerschaft, Geburt und Partnerschaft.
Nicht jede Schwangerschaft wird als Glücksmoment empfunden, denn familiäre und partnerschaftliche Gründe oder prekäre finanzielle Situationen können für die im Mittelpunkt der Entscheidung stehenden Frauen sehr belastend sein. Auch die Ausbildungssituation ist unter Umständen ein Grund, einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung zu ziehen. Nicht selten jedoch finden auch junge Mütter, die sich noch in ihrer Schulausbildung befinden, einen Weg zum Kind, betont die 53jährige Sozialarbeiterin. Umso wichtiger ist es, werdenden Müttern Angebote für ihre Zukunft aufzuzeigen.
Die Beratung der Vereinsniederlassung in Freiburg bezieht sich deshalb nicht nur auf die Schwangerschaft an sich, sondern bietet handfeste Hilfe bei Finanzierungsmodellen und staatlichen Angeboten.
Obgleich dem Verein ein christliches und damit bejahendes Menschenbild zugrunde liegt, folgt die Beratung der Maxime der Entscheidungsoffenheit: Die Schwangere wird in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt und in ihrer Entscheidung respektiert – auch wenn diese gegen das Kind ausfällt. So fühlen sich die Frauen in ihrer jeweiligen und individuellen Situation ernst genommen. Donum Vitae stellt für viele Betroffene eine wertvolle und unentgeltliche Hilfe dar.
Weitere Infos: www.donum-vitae-freiburg.de
Schnelles Eingreifen ist vor allem dann gefragt, wenn Menschenleben in Gefahr sind. Gerade in ländlichen Gegenden laufen bodengebundene Rettungsdienste manchmal Gefahr, zu spät am Unfallort oder Einsatzgebiet anzukommen. In solchen Fällen wird die Notfallmedizin über den Luftweg gewährt: Die Luftrettung kommt also immer dann zum Einsatz, wenn zeitnahes Handeln gefragt ist.
Demenz ist eine Krankheit, die in einer immer älter werdenden Gesellschaft mehr und mehr um sich greift. Um die Angehörigen von Demenzkranken zu entlasten und um die Kranken optimal zu fördern und zu betreuen, hat Anita Reuter (55) vom DRK-Kreisverband Kehl das Café Vergissmeinnicht gegründet. In regelmäßigen Abständen werden dort Demenzkranke betreut, die im Café jedoch die Bezeichnung Gäste tragen. Anfangs gibt es hin und wieder Vorbehalte, Angehörige verheimlichen die Krankheit und wollen ihre kranken Angehörigen nicht aus der Hand geben.
Uli Leonhardt kümmert sich beim Badischen Roten Kreuz um ein Thema, das in Deutschland mittlerweile nur noch wenig Bedeutung hat, international jedoch mehr denn je: das Humanitäre Völkerrecht, auch Kriegsvölkerrecht genannt. Dabei geht es unter anderem um die Genfer Konventionen, ein weltweit geltendes Abkommen darüber, dass Menschenrechte auch in Kriegen eingehalten werden müssen. Der 37-Jährige Diplom-Pädagoge besucht Schulen, um den Schülern das Humanitäre Völkerrecht näher zu bringen. Über eine große Schwierigkeit wird in beinahe jeder Unterrichtseinheit diskutiert: die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Till Mayer reist seit fast 20 Jahren als Fotograf und Autor in die Krisenregionen dieser Erde, um über das Leid der dort lebenden Menschen zu berichten. Häufig im Auftrag des Deutschen Roten Kreuzes. Ob in Afghanistan, Sierra Leone oder Äthiophien, wo Mayer unterwegs ist, herrschen meist schreckliche Bedingungen für die Zivilbevölkerung.
Jovin Bürchner hat etwas geschafft, für das er in Schulen und Schulbezirken in ganz Deutschland bewundert wird: Innerhalb von acht Jahren hat er Schulsanitätsdienste in mehr als 50 Schulen im ganzen Landkreis Konstanz aufgebaut. Der 43-Jährige selbst ist Rektor einer Grundschule, wo Kinder in Erster Hilfe ausgebildet werden. Dabei geht es nicht nur um die Stabile Seitenlage und das Pflasterkleben, vor allem das Verantwortungsgefühl verändert die Kinder positiv in ihrem Sozialverhalten.
Dr. Angelika Mölbert ist beim Badischen Roten Kreuz Referentin für Migration. Die 49-Jährige setzt sich für die interkulturelle Öffnung des Verbands ein, denn laut aktueller Erhebungen sind Menschen mit Migrationshintergrund unterdurchschnittlich im Roten Kreuz vertreten. Dabei geht es nicht nur um die Zahl der Mitglieder, die gesteigert werden soll. Auch vom Wissen der Einwanderer kann der Verband profitieren.
Sarah Robert ist 18 Jahre und kommt aus Frankreich. Sie ist eine der ersten Ausländerinnen, die beim Badischen Roten Kreuz ein Freiwilliges Soziales Jahr ableistet. Die Elsässerin hat bis Ende August in der Albert-Schweitzer-Werkstätte, einer Einrichtung für behinderte Menschen, gearbeitet. Anfangs war das gar nicht so einfach, da sie am Anfang kein Geld für Ihre Arbeit bekommen hat.
Der Zivildienstleistende Joascha Plötz aus Kirchzarten ist einer der letzten seiner Art. Seit am 1. Juli 2011 die Wehrpflicht abgeschafft wurde, ist auch das Ende des Zivildienstes besiegelt. Noch bis zum Ende des Monats besucht der 19-Jährige ältere Menschen im Rahmen seiner Tätigkeit beim Mobilen Sozialen Dienst beim DRK-Kreisverband Freiburg. Er saugt Staub, geht mit den älteren Herrschaften einkaufen und auch spazieren. “Zu einigen habe ich eine richtige Beziehung aufgebaut, wir freuen uns, wenn wir uns sehen”, erzählt Joscha.
Acht Jahre lang hat Udo Pfistner (49) aus Freiburg-Opfingen in der ukrainischen Stadt Lemberg gelebt. Dafür hat er Ende der 90er-Jahre seine Beamtenstelle beim Freiburger Jugendamt aufgegeben. In der Ukraine hat er zuerst von seinen Ersparnissen gelebt und kurze Zeit später als Angestellter für das Deutsche Rote Kreuz gearbeitet.
Seit über zwei Jahrzehnten ist Eberhard Jäckle (58) im DRK-Kreisverband Emmendingen in der Behindertenarbeit tätig und hauptsächlich für das Freizeitangebot zuständig. Er organisiert und betreut Kurse, Wochenendfreizeiten und mit ganz besonderer Hingabe musiktherapeutische Gruppenabende. Denn beim Trommeln, Singen und Musizieren kommen bei behinderten Menschen häufig ungeahnte Talente zum Vorschein.
Irmgard Peruzzis Arbeit beginnt dort, wo die Möglichkeiten der Polizei zu Ende sind: bei der Suche nach vermissten Personen, die bis auf ihren Geruch nichts hinterlassen haben. Da kommen ihre Rettungshunde zum Einsatz. Denn der Geruchssinn von Hunden ist etwa eine Million Mal besser als der von Menschen. Die 49-Jährige aus dem DRK-Kreisverband Säckingen züchtet russische Windhunde und kam mit diesen bereits bei zahlreichen spektakulären Fällen zum Einsatz.
Allein in Baden-Württemberg werden täglich mehrere tausend Blutkonserven benötigt, für Krebskranke, während Operationen und nach Unfällen. Harald Birmelin (42) organisiert im DRK-Ortsverein Königschaffhausen seit mehr als 20 Jahren die Blutspendeaktionen. Jeweils bis zu 400 Spender kommen zwei Mal pro Jahr zum Aderlass. Von der Blutspende profitiert nicht nur der Patient, der das gespendete Blut bekommt.
Wer seine Angehörigen im In- oder Ausland vermisst, kann sich an das Deutsche Rote Kreuz wenden, genauer gesagt an den Suchdienst und das Kreisauskunftsbüro. Anne Wieland (54) ist im DRK-Kreisverband Konstanz für ebendiese Einrichtungen tätig. Immer wieder erlebt sie bewegende Momente.
© Sebastian Hautli