Olga Litzinger kommt gebürtig aus Russland und arbeitet bei der Sozialstation Kehl. Ihre Muttersprache erwies sich in ihrer täglichen Arbeit schon des Öfteren als nützlich. Beim mobilen Pflegedienst des DRK betreut man nämlich unter anderem auch ausschließlich russisch sprechende Pflegebedürftige.
Die Arbeit bei der Sozialstation umfasst nicht nur pflegerische Tätigkeiten. Als ausgebildete Krankenschwester kümmert sich Olga Litzinger auch um die medizinischen Belange ihrer Patienten, verabreicht Medikamente oder setzt Spritzen. Beim mobilen Pflegedienst des Deutschen Roten Kreuzes bemüht man sich darum, dem einzelnen ausreichend Zeit zu widmen.
Natürlich sollten die Pflegeleistungen dennoch in einer gewissen Zeitspanne erbracht werden. Zeit frisst auch der bürokratische Aufwand. Vor allem die erforderlichen Nachweise für die Krankenkassen hätten zugenommen, meint Olga Litzinger.
Die Krankenschwester übt ihren Beruf gerne aus, obwohl der Dienst am Patienten mitunter herausfordernd oder auch belastend sein kann. Nicht selten berichten die zu betreuenden Menschen von schwierigen Lebenssituationen und emotionalen Problemen. Zuhören, Verständnis zeigen und hin und wieder mit einem Ratschlag zur Seite stehen – das ist das einzige, was man in einem solchen Fall tun kann.
Seit 14 Jahren ist Sören Hildebrand Mitglied beim Deutschen Roten Kreuz. Als Jugendleiter steht er dem Badischen Jugendrotkreuz vor, dem eigenständigen Jugendverband des DRK. Dem 24-Jährigen ist es wichtig, soziales Engagement und gesellschaftliche Verantwortung zu zeigen.
Das Jugendrotkreuz kämpft wie die Erwachsenenorganisationen des DRK gegen Mitgliederschwund. Während in den 90er Jahren noch über 5000 Jugendliche zwischen sechs und sechzehn Jahren beim Jugendrotkreuz waren, sind heute gerade mal 2800 Mitglieder zu verzeichnen.
Ein Grund für diese Entwicklung sieht Sören Hildebrand im wachsenden Angebot für Kinder und Jugendliche in den Ballungszentren und an den Schulen selbst. Auch die vermehrte zeitliche Beanspruchung durch die Schule mache sich bemerkbar. Sich auf längere Zeit an einen Verein zu binden, schrecke viele ab, meint Sören Hildebrand. Gerade die Nachwuchssuche für Führungspositionen gestaltet sich dadurch oft schwierig.
Dabei bietet das Badische Jugendrotkreuz nicht nur die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, sondern hält auch jede Menge Abwechslung und interessante Aufgaben bereit: Neben Zeltlagern, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und dem Schulsanitätsdienst wird die Gremien- und Kampagnenarbeit immer wichtiger.
Eine dieser Kampagnen beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Klima. Das Jugendrotkreuz vermutet zukünftig vermehrt Herausforderungen in punkto Klimaerwärmung und setzt sich mit teils ganz unterschiedlichen Ansätzen dafür ein, der Problematik möglichst früh zu begegnen.

Seit 22 Jahren arbeitet Karin Ihli beim Deutschen Roten Kreuz. Die Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Baden-Baden schätzt vor allen Dingen die Vielfalt ihrer Tätigkeit.

Auf Winterkleidung möchte man bei eisigen Temperaturen nicht verzichten. Ilona Kahles sorgt mit weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern dafür, dass bedürftige Menschen mit wärmender Kleidung versorgt werden.
Der Beruf des Feuerwehrmannes ist nach wie vor hoch angesehen und spielt in Berufsrankings in der oberen Liga. Um diesem faszinierenden Berufsbild ein wenig näher zu kommen, eignet sich ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Feuerwehr.
Ursprünglich wollte Eline Meyer Fotografie in Berlin studieren, doch ein Freiwilliges Soziales Jahr im Parkstift Hahnhof in Baden-Baden wirbelte ihre Pläne gehörig durcheinander. Die heute 20jährige hat sich nach ihrem prägenden und ereignisreichen Jahr in der Seniorenwohnanlage entschlossen, ihre berufliche Zukunft in der Arbeit mit älteren Menschen zu suchen.
Seit 2006 ist Horst Neuendorf der Vorsitzende des DRK Ortsvereins Gaggenau. Dieser hat seit geraumer Zeit mit einem Schwund der Fördermitgliedszahlen zu kämpfen. Im Einzugsgebiet Gaggenau leben etwa 20000 Einwohner, von denen vor einigen Jahren 1700 – auf dem Höchststand sogar 2000 – Bürger den Ortsverein finanziell unterstützten.
Caroline Denzlinger (24) wurde in München geboren, wuchs in Stuttgart auf und studierte in Montpellier Psychologie. Besonders gut gefällt es ihr aber in der Ortenau, wo sie in der Reha-Werkstatt Offenburg ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Sie genießt ihr FSJ und ihre Arbeit mit psychisch kranken Menschen, obgleich ihre Pläne nach dem Studium eigentlich anders aussahen.
Simone Carl leitet die Servicestelle Ehrenamt des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Emmendingen. Gemeinsam mit zwei Teilzeit-Angestellten entwirft sie unter anderem Konzepte zur Mitgliedergewinnung. Da jeder Ortsverband auf seine eigene Geschichte und Tradition zurückblickt, müssen diese Konzepte individuell entwickelt und auf die speziellen Belange der Verbände zugeschnitten werden.
“Wenn wir Kinder des Geldes wegen nicht fördern, ist dies armselig,” meint Lisa Roth. Darum erhebt der Jugendverband des Deutschen Roten Kreuzes in Herbolzheim auch keine Mitgliederbeiträge. Lisa Roth, die vor drei Jahren die Leitung des Jugendrotkreuzes übernommen hat, liegt die Chancengleichheit ihrer Zöglinge am Herzen. Sie war es, die dem Verband wieder neue Lebendigkeit verlieh, indem sie offensiv an die Öffentlichkeit ging und persönlich an Schulen für das Anliegen des Deutschen Roten Kreuzes warb: Neben der altersadäquaten Vermittlung von Erste-Hilfe-Maßnahmen, lernen die Kinder und Jugendlichen Verantwortung, Rücksichtnahme und erleben Gemeinschaft.
Bevor Christoph Dennenmoser (46) eine berufliche Heimat beim DRK-Kreisverband Säckingen fand, suchte er Auskommen und Herausforderung schon in zahlreichen Berufen. Doch erst beim DRK fand er eine passende Mischung aus persönlichem Einsatz und Abwechslung im Arbeitsalltag.
Diese ist nicht nur dem großen Spektrum der Notfallmedizin geschuldet, sondern auch den vielfältigen Einsatzgebieten des DRK im Generellen. Ein Themengebiet, das Christoph Dennenmoser neben seiner Tätigkeit als Rettungsassistent für sich als Betätigungsfeld entdeckt hat, ist “Ehrenamt und Qualität.”
Donum Vitae – das Geschenk des Lebens. So nennt sich ein von katholischen Christen gegründeter Verein, der schwangeren Frauen eine Anlaufstelle bietet. Denn nicht jede Frau vermag es, ihre Schwangerschaft in einem positiven Licht zu sehen. Nicht selten sind Schwangerschaften mit massiven inneren Konflikten verbunden.
Genau hier setzt die Schwangerschaftskonfliktberatung Donum Vitae an. Seit zehn Jahren berät Elisabeth Baumstark-Biehl in ihrer Funktion als Sozialarbeiterin für Donum Vitae Freiburg schwangere Frauen, werdende Väter und Paare zu Fragen der Schwangerschaft, Geburt und Partnerschaft.
Schnelles Eingreifen ist vor allem dann gefragt, wenn Menschenleben in Gefahr sind. Gerade in ländlichen Gegenden laufen bodengebundene Rettungsdienste manchmal Gefahr, zu spät am Unfallort oder Einsatzgebiet anzukommen. In solchen Fällen wird die Notfallmedizin über den Luftweg gewährt: Die Luftrettung kommt also immer dann zum Einsatz, wenn zeitnahes Handeln gefragt ist.
© Sebastian Hautli